Air America beta radio has mentioned last friday an unauthorized documentary about Leonardo DiCaprio’s life.You’re probably wondering, “What is this, the 90s?” In a way, yes. All of the footage featured in “Hangin’ With Leo” looks like it’s from the late 1990s, when DiCaprio was riding the wave of “Titanic” ending up on “The Beach.”
If you would like [...]
Leonardo DiCaprio - Portrait, Interview
Stolz auf sein Land.
(tsch) Leonardo DiCaprio ist in diesen Tagen ein fröhlicher Mann. Den Präsidentschaftswahlen in den USA sei Dank. Nun sitzt er lächelnd im Nobelhotel Hassler in Rom. Der politisch engagierteste Schauspieler nach George Clooney und Sean Penn stellt einen Politthriller über die vertrackte Situation im Nahostgebiet vor: “Der Mann, der niemals lebte” (Start: 20.11.) ist ein kritischer Film über ein Amerika, das rücksichtslos seine Ziele durchsetzt, über Leichen geht und Vertrauen reihenweise bricht - ein Amerika, das laut DiCaprio nun der Vergangenheit angehört. Im Film spielt der 34-Jährige einen Agenten, der erkennt, dass das Land, dem er im Irak, in Jordanien, Syrien und anderen arabischen Staaten dient, Unrecht tut im Kampf gegen den Terror. So fühlt er sich immer stärker hineingezogen in einen Strudel aus Lügen. Im Interview spricht DiCaprio hoffnungsfroh von einem neuen Zeitalter des Wandels zum Besseren - und das weltweit.
newsflex.de: Mr. DiCaprio, Sie haben miterlebt, wie Barack Obama zum neuen Präsidenten der USA gewählt wurde.
DiCaprio: Es ist wirklich ein schöner Tag für unser Land, ein historischer Moment. Ich war bereits in Rom, als sich das Wahldebakel zwischen George Bush und Al Gore vor unserer aller Augen abspielte. Damals drehte ich dort gerade Szenen für “Gangs of New York”, und ich weiß noch, wie ich die ganze Nacht aufblieb, aber wir einfach keinen neuen Präsidenten bekamen, weil sich das Auszählen der Stimmen und der einhergehende Rechtsstreit noch über Wochen hinzogen. Aber diesmal waren wir uns sicher, sehr sicher.
newsflex.de: Noch hat George Bush einige Wochen im Amt, bis er abgelöst wird. Was erwarten Sie von ihm?
DiCaprio: Man könnte auch fragen: Welchen Schaden könnte er noch anrichten? (lacht) Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich hoffe, dass Obama sein Amt antritt und den politischen Kurs von Bush nicht übernimmt, sondern sich davon distanziert, indem er eine 180-Grad-Kehrtwende macht. Aber es hängt auch von der Bevölkerung ab, ihn dabei zu unterstützen.
newsflex.de: Inwiefern?
DiCaprio: Sie muss ihm den Rücken stärken. Das Land muss mit seiner Regierung im Reinen sein, was in den vergangenen Jahren nicht der Fall war.
newsflex.de: Die Verantwortung der Amerikaner ist also mit der Wahl noch nicht erledigt?
DiCaprio: Keine Frage: Ich bin stolz auf mein Land, das diesen Wechsel ermöglich hat. Die Vorgängerregierung hat uns in eine vollkommen falsche Richtung gestoßen. Barack Obama hat mit der Unterstützung des Senats, des Repräsentantenhauses und der Bevölkerung die Macht, jetzt und sofort einen wegweisenden, lang anhaltenden Wandel anzustoßen. Und der geht uns alle weltweit an, weil er alle möglichen Bereiche betrifft: von der Umweltpolitik über die Wirtschaft bis hin zu den militärischen Engagements der USA.
newsflex.de: Sie haben sich mehrfach kritisch über das US-Wahlsystem geäußert. Ist es unter dem Eindruck des Obama-Siegs müßig, sich um eine Reformierung zu kümmern?
DiCaprio: Natürlich ist das immer noch ein wichtiges Thema: Ich halte es für problematisch, dass es eine Frist gibt, innerhalb derer man sich als Wähler registrieren lassen muss. Das ist eine merkwürdige Regelung in den USA, die geändert werden sollte. Ich trete dafür ein, dass die Menschen einen freien Arbeitstag bekommen, um wählen zu gehen. Auch sollte das Wählen zur Pflicht werden. Das Gremienwahlsystem über Wahlmänner ist auch völlig derangiert. Von all diesen Problemen einmal abgesehen, denke ich aber, dass wir im derzeitigen Internet-Zeitalter großartige Möglichkeiten haben, die Politik an die Jugendkultur heranzuführen, also junge Leute für Politik zu interessieren.
newsflex.de: Sie selbst haben versucht, mit einem Internet-Video für die Wahl an sich zu werben. Wie lautet Ihre Bilanz?
DiCaprio: Es war ein voller Erfolg. Wenn ich mich an den Präsidentschaftswahlkampf von vor vier Jahren erinnere, als George Bush von John Kerry herausgefordert wurde, gab es das Internet zwar schon, und es wurde auch schon viel damit gemacht. Es war aber bei weitem nicht so stark mit der Jugendkultur verwoben wie heute. Damals reiste ich von einem Bundesstaat zum nächsten, um gemeinsam mit Kerry über Umweltthemen zu sprechen. Im Vergleich zu dem kurzen Video, das wir diesmal ins Netz stellten und am nächsten Tag schon von Millionen von Nutzern gesehen wurde, war der Effekt damals lächerlich. Wir haben gezeigt, dass Videos, die massenhaft über das Internet verbreitet werden, Hunderttausende junger Leute dazu bewegen können, sich für eine Wahl online zu registrieren. Das ist eine völlig neue Generation von Menschen, die offen und frei ihre Meinung äußern, sich in einen Diskurs über Politik und Gesellschaft einbringen. Und Obama hat diese Jugendbewegung für sich gewonnen.
newsflex.de: Woran liegt es aber, dass Ihr neuer hochpolitischer Film von eben diesem Publikum in den USA größtenteils links liegen gelassen wurde?
DiCaprio: Es stimmt, der Film war nicht gerade erfolgreich an den US-Kinokassen. Die Leute werden von der Kriegsthematik förmlich überschwemmt und wollen es daher am liebsten nicht wahrhaben. Ich habe mich gerade deshalb für den Film entschieden, weil er ein kontroverses Thema behandelt. Natürlich reizte es mich auch, mit Ridley Scott und Russell Crowe zusammenzuarbeiten. Doch ist es selten geworden, dass sich ein großes Filmstudio an einen solchen Filmstoff herantraut und viel Geld investiert. Ich hoffe, dass auch weiterhin der Wille dazu vorhanden ist.
newsflex.de: Sie spielen Roger Ferris, den US-Agenten in Nahost, eindringlich und zugewachsen: War der unkonventionelle Bart Ihre Idee?
DiCaprio: Das war eine schlichte Notwendigkeit. Als ich Hintergrundgespräche mit Agenten führte, die in arabischen Ländern gearbeitet haben, wurde mir klar, dass man ohnehin wie ein bunter Hund wirkt, wenn man vor Ort durch die Straßen geht. Man fällt zwangsläufig auf, was die Gefahr erhöht, zum Ziel von Angriffen zu werden. Also versucht man alles, um das Risiko zu mindern: Man lässt sich eine Bart wachsen, verdunkelt das Haar mit Schuhcreme, das ganze Programm.
newsflex.de: Wie haben Sie sich sonst vorbereitet: Besuchten Sie Filmorte wie Amman oder lebten Sie in einem palästinensischen Flüchtlingslager?
DiCaprio: Um ehrlich zu sein, habe ich noch kein einziges Mal einen Fuß in den Nahen Osten gesetzt. Die Gelegenheit hat sich einfach noch nicht ergeben, obwohl mich die Leute und die Geschichte sehr interessieren. Wir drehten den Film in Marokko, wo ich mich auch die längste Zeit aufgehalten habe. Das ist ein wahres Boom-Land, was Filmproduktionen angeht, weil Hollywood regelmäßig anklopft, wenn es mal wieder eine Geschichte über die arabische Welt erzählen möchte. Ridley Scott hat schon vier seiner Filme dort gedreht.
newsflex.de: Welche Ähnlichkeiten Ihrer Rolle zu sich selbst haben Sie entdeckt?
DiCaprio: Ich denke, dass meine politischen Auffassungen ähnlich derer meiner Filmfigur sind. Ich glaube auch, dass wir uns in unserem Patriotismus ähneln, ohne alles blind zu akzeptieren, was unser Land tut. Ich würde also sagen, dass mein Glaubenssystem dem meiner Rolle entspricht. Doch am Ende bin ich ein Schauspieler und würde es mir nie anmaßen, mich auf eine Ebene mit diesen Menschen zu stellen, die aufrecht und couragiert für ihren Job ihr Leben riskieren. Es ist schwer genug, sich in eine Person hineinzufühlen, die ums Überleben kämpfen muss, während ich das privilegierte Leben eines Schauspielers genieße.
newsflex.de: Ihre große Liebe im Film, Ihre iranische Kollegin Golshifteh Farahani, hat nicht viel Gutes durch den Schauspieljob erfahren und wurde aufgrund der Mitwirkung am Film von ihrem Heimatland verstoßen.
DiCaprio: Wir sind gute Freunde, auch weil wir ähnliche politische Ansichten teilen. Sie musste viel erleiden, weil sie die Rolle angenommen hatte. Ich kann natürlich nicht für sie sprechen, aber die Kritik im Film richtet sich zuallererst an die Außenpolitik der USA. Der Film behandelt schließlich die Fehler der Bush-Administration, speziell bei der Besatzungspolitik. Ich denke, wir haben auf faire Weise all die Defizite der US-Politik dargestellt. Wir hüteten uns davor, in das Gut/Böse-Schema zu verfallen, sondern bemühten uns, das komplette Spektrum aller Beteiligten, ihrer Hintergründe und Ziele abzubilden. Es ist ein raues Portrait eines verwirrenden und chaotischen Krieges, ein Symbol, würde ich sagen. Golshifteh hat viel Courage bewiesen, ihre Entscheidung aufrechtzuerhalten. Ich sehe in ihr ein riesiges Talent und glaube, dass sie eine erfolgreiche Zukunft erwartet.
newsflex.de: Sie selbst haben hart gekämpft, um das Klischee des ewigen Jungens abzulegen. Fühlen Sie sich von Ihrem jungenhaften Charme manchmal noch verfolgt?
DiCaprio: Das Image wird wohl immer irgendwie an mir haften bleiben, weil ich in dem erfolgreichsten Film aller Zeiten die Hauptrolle gespielt habe. “Titanic” und mein Name haben sich eng miteinander verbunden.
teleschau. Wie stehen Sie heute dazu?
DiCaprio: Ich werde “Titanic” nie vergessen, ich bin stolz darauf. Der Film wird also immer ein Teil von mir bleiben. Darüber war ich mir aber im Klaren. Wenn man in der Filmindustrie eine lange Karriere haben möchte und verschiedene Rollen und Genres erkunden möchte, dann muss man die Prinzipien des Geschäfts akzeptieren, die Konsequenzen tragen. Man darf sich aber nicht davon abbringen lassen, nach den ganz eigenen Interessen weiterzumachen.
newsflex.de: Was gab den Ausschlag für Ihr nächstes Projekt, die Romanverfilmung “Zeiten des Aufruhrs” (Start: 15.01.)?
DiCaprio: Ich spiele einen Mann, der sich an ein Leben in der idealisierten Americana-Atmosphäre der 50er-Jahre anpassen muss und mit seiner Ehe unzufrieden ist. Er versucht also, das klischeehafte Leben, das er führen muss, abzulegen. Aber es klappt irgendwie nicht. Er versucht dennoch glücklich zu werden, sich mit allem zu arrangieren, doch die Situation gleitet ihm aus den Händen. Mich hat die sehr menschliche Geschichte fasziniert.
newsflex.de: Nach “Titanic” standen Sie hier zum ersten Mal wieder zusammen mit Kate Winslet vor der Kamera …
DiCaprio: Wir sind die ganze Zeit über Freunde geblieben. Sie ist die beste Schauspielerin ihrer Generation, das glaube ich aus tiefstem Herzen. Sie ist die beste Wahl für den Film, und vielleicht vergessen wir alle für einen kurzen Moment, dass wir schon gemeinsam in “Titanic” waren. Natürlich unterhielten wir uns oft über die damalige Zeit.
newsflex.de: Sie sind mit 34 Jahren bereits ein alter Hase im Geschäft, der auf über 20 Jahre Filmerfahrung zurückblickt. Welche Erinnerungen daran sind für Sie besonders wertvoll?
DiCaprio: Wenn ich mich zum Beispiel an “Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa” und “Die Geschichte einer Jugend” erinnere, zwei meiner ganz frühen Filme, als ich unter anderem mit Johnny Depp, Juliette Louis und Lasse Halström drehte, dann entstehen schon nostalgische Gefühle. Das war eine wichtige, wenn nicht entscheidende Phase des Übergangs in meinem Leben. Diese Filme haben einen besonderen Platz in meinem Herzen.
- Mary Milano; 93; a powerful presence for decades at the Union Oyster House
- DiCaprio back with Bar Refaeli?
- DiCaprio gets animated!!




